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M.S. Oriana, P & O London - Traumschiff mit Stuck (1997)

M.S. Oriana
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M.S. Oriana

Schiffslänge 260 m, Breite 32,20 m, 69000 BRZ
Platz für 1976 Passagiere, 24 Knoten Geschwindigkeit, 47750 KW Maschinenleistung
Heimathafen Southampton

Urlaubsreisen mit dem eigenen Wagen, per Bahn oder heute schon fast selbstverständlich, mit dem Flieger.
Kreuzfahrten die immer beliebter werden eine alternative für schönstes Reisen auf einem Traumschiff. Schlägt man die Zeitungen auf, oder sieht man sich die Prospekte der großen Reiseveranstalter an, reicht das Angebot von der kleinen Seereise in's Mittelmeer über die Balearen und Teneriffa oder zu den Polen bis zur Weltreise mit größten Luxuslinern.

Nicht verwunderlich, daß viele Werften hauptsächlich in Japan und Korea die Auftragsbücher für Kreuzfahrtschiff-Neubauten voll haben. Wogegen sich die Deutschen Anbieter teilweise schwer tun.

Sie werden fragen, was hat das alles mit Stuck zu tun, das hat sich die Firma Tümmers auch gefragt, als Ihr eine Anfrage mit Stuckarbeiten für einen solchen Luxusliner auf den Tisch kam. Durch die Schiffsbauingenieure wurde man belehrt, daß alles auf einem Schiff genauso ver- und bearbeitet wird wie bei normalen Gebäuden an Land. Schon bald entdeckte man während der Kalkulation in dem großen Paket Zeichnungen warum man für die indirekten Beleuchtungen die das Atrium mit den gewundenen Treppenaufgängen, Balkonen und Galieren Stuck gewählt hat. Die konkav und konvex angelegten Beleuchtungsgesimse und Licht-Vouten, die sich über 8 Schiffsdecks hinwegziehen, haben ca. 60 verschiedene Radien von 0,30 bis 60,00 Meter bei Profilabwicklungen bis zu 1,40 m. Dazu kommen die Wendelungen der Treppenuntersichten mit teilweise abgerundeten und in den Schmiegen abgewinkelten Übergängen von 0,30 auf 6,00 bis 8,00 m Radius. Am Ort dieses alles vom Stukkateur zu fertigen wäre bei der kurzen Bauzeit kaum zu bewerkstelligen gewesen, ganz abgesehen von der zeitmässigen Behinderung der anderen am Schiffsbau beteiligten Handwerkern und den erheblichen Aufwand alles gegen die Verschmutzung abzuklebenden Marmorwände und Treppenaufgänge sowie über den Gipsstaub und die enormen Wassermengen die eingebracht würden.

Die Planung lief bei Tümmers generalstabsmäßig ab. Alles wurde in viermonatiger Arbeit in den Stuckwerkstätten aus Alabastermodellgips mit Mineralfaserarmierung bzw. Gittergewebe vorgefertigt. Die Elemente sind computermässig verwaltet und die Stuckteile wurden Deckweise, Stückzahlmässig nach Radien, Gradzahl und Längen gekennzeichnet. Im trockenen Zustand, also ohne Feuchtigkeit in den Schiffsbau zu bringen, wurde die zumeist 12,5 mm starken Stukkaturen an die verzinkten Metallunterkonstruktionen in Verbindung mit den Gipskartonflächen montiert und beigestuckt.

Die indirekten Beleuchtungen, die sich so über die gesamten Treppenläufe, Galerien und Decks hinziehen, in Verbindung mit Mahagoni und Plexiglastreppengeländer bis zum Oberdeck. Die Krönung im 8. Deck ist der Pianosaal mit einer kombinierten Rundbogendecke und floralem, an den Jugendstil erinnernden runden Glasfenster. Die ganze Decke ruht auf Mahagonisäulen mit beleuchteten Blatt-Kapitellen.

Zur Seereise gehört viel gutes Essen mit allen Köstlichkeiten, Gesellschaftsspiele an Bord, Landausflüge, Fest feiern und "Captainsdinner".
Zur weiteren Unterhaltung der Gäste verfügt die M.S. Oriana über ein Bordkino, sowie über eigenes Kasino und das "Theatre Royal" mit Stuck natürlich. Hierbei fallen besonders die dorischen Säulen am Eingang mit den vergoldeten Kanneluren, sowie andere klassische Säulen mit schwarz goldenen jonischen Kapitellen ins Auge, die Masken weisen den Weg in den prächtigen Schauspielsaal.

Somit ist bei einer Reise auf einem Traumschiff für ein ausgefallenes Ambiente und viel Urlaubsluxus gesorgt.

Die M.S. Oriana die sich zur Zeit auf einer Weltkreuzfahrt befindet war im März in Sydney und wird zu Ostern in Ihrem Heimathafen in Southampton in England vor Anker gehen.

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